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Wie kommt jemand dazu, sich im Bereich der Suchtvorbeugung zu engagieren und sich anzubieten?

14 Jahre lang (1993 - 2006) war ich Suchtbeauftragter in einer Stadt und einem Landkreis in Baden-Württemberg. Da kommt einiges an Erfahrung zusammen, die nun, nach organisatorischer Umsetzung in den Bereich der Offenen Jugendarbeit, nicht brach liegen soll.

Erfahrungen zum Beispiel in

Erfahrungen, die inzwischen ergänzt wurden aus den Bereichen der offenen Kinder- und Jugendarbeit, Schulsozialarbeit, Personalführung und der Raucherentwöhnung.

Das Wichtigste, was ich dabei gelernt habe: Es gibt kein Patentrezept der Suchtvorbeugung!
"Mach unbedingt dies!" oder "Lasse das bloß bleiben!" ist Unfug.

Viel mehr kommt es bei demjenigen, der aktive Suchtvorbeugung betreiben möchte, auf eine bestimmte innere Haltung an, nämlich Demut, Hinschauen und Zuhören können, Geradlinigkeit.
In anderen Worten: Sich selbst nicht so wichtig nehmen, Interesse am Gegenüber haben und zeigen, Klarheit in der eigenen Haltung (in diesem Fall eben zu Suchtmitteln)
Dies gilt sowohl für Eltern wie auch für Berufserzieher oder für Personalchefs gleichermaßen (natürlich in unterschiedlicher Gewichtung).

Suchtvorbeugung ist nie populär. Suchtvorbeugung, die sich direkt an die Zielgruppe wendet, ist nicht das Ausposaunen von Botschaften wie z.B. "Keine Macht den Drogen!" oder griffiger Slogans wie "Kipp die Kippe!", und auch keine abzuhakende Pflichtübung. Sie ist letztendlich Beziehungsarbeit. Auch dies gilt für die oben Genannten, aber genauso für diejenigen, die mit den Mittlern, den Multiplikatoren arbeiten.  

Was vielleicht sonst noch interessiert:
- Geb. 1958
- Verheiratet, 3 Kinder
- Gelernter Gärtner, studierter Sozialpädagoge, fortgebildeter Spielpädagoge

Drei der vier Lebensaufgaben des Mannes sind erledigt.
(Nur das Haus zahlen wir noch ab.)

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